Die Digitalisierung ist ein langfristiger Strukturwandel

Wir werden von Kunden immer wieder gefragt, wie man auf den auf die hohen Investitionen in digitale Infrastrukturen  einen Case rechnen kann. Die Bedenken: Jetzt geben wir zusätzlich zur bestehenden Infrastruktur noch viel Geld für digitale Infrastruktur aus. Der Betrieb wird ja immer teurer. Das ist nur kurzfristig gehen richtig. Mittel- bis Langfristig rechnen wir mit einem Infrastrukturwandel, der die Kosten senken wird. Aber man muss Geduld mitbringen. Und mit der richtigen Architektur gibt es Quick-Wins bei den Fachprojekten!

Zwei Gedanken dazu:

1. Investitionen in digitale Infrastruktur zahlt sich langfristig aus, da irgendwann bestehende Infrastruktur abgebaut werden kann.

Die Investition in die Digitalisierung wird sich erst in vielen Jahren auszahlen. Es lassen sich zwar auf einzelnen Digitalisierungsprojekten Cases rechnen. Etwa für Effizienzsteigerung bei Prozessautomation. Aber die wirklich grosse Investition in den Infrastrukturwandel rund um die Kernprozesse zahlt sich erst in vielen Jahren aus. Hier muss zuerst viel in neue, digitale Infrastruktur investiert werden. Für einige Zeit werden sich auch die Betriebskosten erhöhen, da wir digitale Infrastruktur parallel zur bestehenden betreiben. Aber nach der Adaption der neuen Möglichkeiten durch Kunden, kann die alte «brick and mortar»-Infrastruktur reduziert werden. Digitale Infrastruktur wird skalierbarer, flexibler und günstiger sein. So, dass am Ende des Tages der Betrieb des Unternehmens weniger kostet. Aber das wird mindestens 5 bis 10 Jahre dauern. So lange nämlich, bis die Kunden die digitalen Prozesse akzeptieren. Hier muss der CDO Verständis schaffen und die nötige Geduld fordern.

2. Der Wechsel von monolithischer Architektur hin zu offenen Service-Orientierten Architekturen zahlt sich recht schnell aus.

Innerhalb der Infrastruktur-Diskussion begegnet uns bei unserer täglichen Arbeit in den Beratungsmandaten immer wieder die Frage, welchem Business-Projekt die Ramp-Up-Kosten für die neue IT-Infrastruktur für die Front-Prozesse anzuhängen sind. Wer zahlt den API-Gateway? Den Aufbau der API’s in die Backend-Systeme und weitere Infrastrukur-Elemente?

Die Antwort: Dafür gibt es keinen Case. Das ist eine Investition in die Grund-Infrastruktur. Aber nun die gute Nachricht: Innerhalb von 1-3 Jahren tritt ein Skalierungseffekt ein, der sehr viel Geld sparen lässt. Denn nur die ersten Business-Projekte sind langwierig und teuer, weil sie alle benötigten Schnittstellen, technischen Services und Touchpoints aufbauen müssen. Nach einigen Projekten können bereits aufgebaute Elemente wiederverwendet werden. Das führt dazu, dass die Kosten pro Umsetzungsprojekt schnell sinken und die Geschwindigkeit der Umsetzung deutlich steigt.

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